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Start - Aktuelles - Aus der Presse - Frühjahrskonzert 2009
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 (Münchner Merkur 6. April 2009)

FRÜHJAHRSKONZERT


Musikalische Amerika-Reise

mm Konzert 2009

Voll besetzte Bühne, voll besetzter Saal: Ein hörens- und sehenswertes Konzert.

FOTO: RABE

Es ist ein großes Vergnügen, diesen Musikern zu lauschen. Und die Freunde der Feldkirchner Blaskapelle hatten am Wochenende gleich an zwei Abenden Gelegenheit, das Frühjahrskonzert zu besuchen.

VON KERSTIN BÜHRING


Feldkirchen — Bei nur einem Konzertabend hätte der Besucherandrang die Kapazität der Gemeindehalle glatt gesprengt.
Quer über den amerikanischen Kontinent ging die musikalische Reise heuer, sicher und gekonnt geführt von Detlev Jakob.
Über 40 Köpfe zählt die Blaskapelle und wer meint, dass so viele Bläser samt den dazu gehörigen Trommeln und Pauken einfach nur laut sind, hat sich getäuscht. Sie können es durchaus laut, aber auch sehr leise, vorsichtig sowie sensibel und entführten ihre Zuhörer auf diese Weise in weite Prärien, mit aufregenden Begebenheiten und Episoden voller Lebenslust. Da gab es brasilianischen Samba und argentinischen Tango zu hören, amerikanische Lieder und einen mexikanischen Marsch. Kanadische Impressionen mit Eisenbahnschnaufen und Hufgeklapper lieferte die kanadische Impression „Silver Creek Valley" von Kees Vlak, und selbst wer die Augen schloss und nicht der suggestiven Diashow auf der Leinwand hinter dem Orchester folgte, konnte die weiten Wälder und beeindruckenden Sonnenaufgänge vor sich sehen. Bei dem berühmten Stück „The Washington Post" von John Philip Sousa werden sich im Publikum einige gewundert haben. Dieses allgemein bekannte Standardstück aus Bayerischen Bierzelten und Festumzügen dürfte manch einer eher einem bayerischen Komponisten zugeordnet haben. Das umfangreiche Stück „Oregon Fantasy for Band" des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan verbreitete mit seinen vielen unterschiedlichen Themen und Facetten regelrecht Westernstimmung.
Das Publikum dankte dem Orchester mit lang anhaltendem Applaus und dem sicheren Bedürfnis, sich im kommenden Jahr das Neujahrskonzert unbedingt anhören zu müssen, das dann wieder anstelle des Frühjahrskonzerts gegeben werden wird. Und dafür, dass bis dahin der Blaskapelle der Nachwuchs nicht ausgeht, ist auch gesorgt. Noch vor den „Alten" zeigten 17 Nachwuchsmusiker (darunter die neue sechsköpfige Blockflötengruppe) was sie schon zustande bringen können: Einen mysteriösen „Super Spy" und eine schottische „Highland Cathedral", in der die Blockflöten die Dudelsäcke ersetzten. Forsch und korrekt gespielt; das nächste Konzert ist auf alle Fälle gesichert. Auf und vor der Bühne.